Garda am Gardasee – so schön kann ein Kurzurlaub sein

Es gibt Reiseziele, die man immer wieder besucht. Nicht weil man sie noch nicht kennt – sondern weil sie einfach gut tun.

Garda am Gardasee ist so ein Ort.

Eine kleine Stadt, direkt am Wasser, umgeben von Olivenhainen und sanften Hügeln. Die Atmosphäre ist entspannt, die Landschaft ist wunderschön, und das Tempo des Lebens hier erinnert einen daran, dass es auch anders geht.

Mit dem Fahrrad von Garda nach Lazise

Wer einen halben Tag Zeit hat und die Gegend wirklich erleben möchte, sollte sich ein Fahrrad ausleihen.

Die Route von Garda in Richtung Süden – über Bardolino nach Lazise – gehört zu den schönsten Radstrecken am gesamten See. Der Weg führt größtenteils am Ufer entlang, mit dem Wasser immer in Sichtweite und einem Panorama, das man so schnell nicht vergisst.

Erster Stopp: Bardolino.

Das Städtchen ist bekannt für seinen Wein – der gleichnamige Bardolino gehört zu den bekanntesten Rotweinen Italiens. Aber auch abseits des Weins lohnt sich ein kurzer Aufenthalt. Eine hübsche Uferpromenade, kleine Cafés, ein entspannter mediterraner Charme.

Wer hier Hunger bekommt, dem empfehlen wir das Ristorante Pizzeria Bar Catullo. Die Pizzen sind gut – wirklich gut – und preislich angenehm überraschend. An einem See, der für seine touristischen Preise bekannt ist, ist das keine Selbstverständlichkeit. Hier isst man ehrlich, lecker und ohne das Gefühl, zur Kasse gebeten zu werden.

Weiter geht es nach Lazise.

Das mittelalterliche Städtchen mit seiner alten Stadtmauer und dem kleinen Hafen ist einer der malerischsten Orte am Gardasee. Die engen Gassen, die alten Steinhäuser, die kleinen Restaurants direkt am Wasser – Lazise hat genau das, was man sich von einem italienischen Seestädtchen erhofft.

Die Rückfahrt gegen den leichten Seewind ist zwar etwas anstrengender. Aber sie macht den Abend und das Abendessen danach umso verdienter.

Spaziergang nach Norden – und das Bistro du Lac

In die andere Richtung lohnt sich ein Spaziergang entlang der Uferpromenade nach Norden.

Der Weg ist einfach, wunderschön und führt mit jedem Schritt weiter weg vom touristischen Trubel. Der See liegt ruhig da, die Berge im Norden kommen näher, und die Luft riecht nach Wasser und Olivenbäumen.

Wer dabei einkehren möchte, dem sei das Bistro du Lac empfohlen. Ein charmantes kleines Lokal direkt am See, mit Blick auf das Wasser und einer Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Perfekt für einen Kaffee am Vormittag oder ein entspanntes Mittagessen mit Aussicht.

Die Gassen von Garda – bummeln ohne Ziel

Garda selbst ist klein. Aber genau das macht es so angenehm.

Die engen Gassen im Ortskern sind gesäumt von kleinen Geschäften, die man so in deutschen Innenstädten kaum noch findet. Lokale Olivenöle, Weine aus der Region, selbstgemachte Pasta, Limoncello in allen Variationen, Keramik, Lederwaren, Souvenirs mit Geschmack.

Man schlendert, schaut, probiert – und kauft am Ende doch mehr als geplant.

Das ist das Wesen solcher Gassen. Sie verführen einen nicht mit lauter Werbung, sondern einfach damit, dass hinter jeder Ecke etwas Neues wartet. Und die Atmosphäre – Kopfsteinpflaster, alte Fassaden, irgendwo immer der Geruch von frischem Kaffee – tut ihr Übriges.

Geheimtipp für den Heimweg: der Supermarkt in Affi

Wer vom Gardasee nach Hause fährt, passiert Affi – direkt dort, wo man vom See auf die Autobahn auffährt.

Ein kurzer Stopp im dortigen großen Supermarkt lohnt sich.

Italienischer Kaffee, Pasta, Tomatensoße, Thunfisch in Olivenöl, gutes Olivenöl – vieles ist merklich günstiger als zu Hause. Kein dramatischer Unterschied bei jedem einzelnen Produkt, aber wer einen kleinen Vorrat einpackt, merkt es am Ende schon im Geldbeutel.

Besonders empfehlenswert sind die frischen Spezialitäten: ein guter Parmesan, der in Italien einfach anders schmeckt als das abgepackte Pendant aus dem deutschen Supermarkt. Oder Mozzarella aus Büffelmilch – cremig, frisch, von einer Qualität, die man zu Hause nur schwer bekommt und die den Unterschied zwischen einer guten und einer wirklich guten Pasta oder Caprese ausmacht.

Wir kaufen dort inzwischen immer einen kleinen Vorrat ein. Der Kofferraum fasst mehr als man denkt. Und zu Hause erinnert einen jede Tasse Espresso und jeder Bissen Parmesan noch ein bisschen an den See.

Unser Fazit

Der Gardasee ist kein Geheimtipp mehr. Das weiß man, das sieht man.

Aber Garda hat trotzdem etwas, das viele größere Orte am See verloren haben: eine menschliche Größe, echte Gassen, eine Promenade, die zum Spazieren einlädt, und eine Umgebung, die man am besten mit dem Fahrrad erkundet.

Ein Kurzurlaub hier lädt die Batterien auf.

Und der Supermarkt in Affi sorgt dafür, dass man ein Stück Italien mit nach Hause nimmt.

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