Dublin zu Fuß – Streik, Regen und trotzdem eine der besten Städtereisen

Dublin zu Fuß erkunden – Streik, Regen und trotzdem unvergesslich

Wer Dublin zu Fuß erkunden will, braucht eigentlich nur eines: gutes Schuhwerk. Dass unser Stadtbummel ausgerechnet bei Generalstreik und Dauerregen stattfand, hat daraus einen der schönsten Städtetrips gemacht, die wir je erlebt haben.

Ehrlich gesagt hätte der Start kaum schlechter sein können.
Windig. Grau. Kalt. Und Generalstreik.
Keine Hop-on-Hop-off-Busse, kein öffentlicher Nahverkehr, weitgehend geschlossene Sehenswürdigkeiten. Wer Dublin mit einem klassischen Sightseeing-Programm geplant hatte, schaute an diesem Tag in die Röhre.

Wir haben einfach die Schuhe geschnürt und sind losgegangen.
Und am Ende war es einer der schönsten Stadtbummel, die wir je gemacht haben.


Generalstreik auf der O’Connell Bridge – Live-Musik statt Chaos

Das Zentrum des Streiks war die O’Connell Bridge – direkt vor unserer Haustür, praktisch gesehen.

Aber was wir dort erwartet hatten und was wir vorfanden, waren zwei völlig verschiedene Dinge.
Keine Unruhe, keine Aggression. Stattdessen: Live-Musik.

Die Iren hatten kurzerhand Instrumente mitgebracht und spielten auf der Brücke, als wäre es das Normalste der Welt. Spontan, laut, gut gelaunt. Es war einer dieser Momente, die man nicht plant und nicht bucht – und die man deshalb nie vergisst.


Dublin zu Fuß erkunden – warum die Stadt so gut funktioniert

Was an diesem Tag besonders auffiel: Dublin lässt sich zu Fuß erkunden, erstaunlich gut sogar.

Das Zentrum ist kompakt. Die wichtigsten Punkte liegen nah beieinander. Und was viele nicht wissen: Ein großer Teil der Innenstadt ist überdacht. Mehrere Einkaufsgalerien und Passagen sind miteinander verbunden, sodass man teils größere Strecken trockenen Fußes zurücklegen kann – auch wenn es draußen schüttet.

In einer Stadt, in der Regen keine Ausnahme ist, ist das kein Luxus. Das ist Stadtplanung.


Unser Stadtrundgang: Von der Liffey bis zum Trinity College

Wir sind am Fluss entlanggelaufen, der Liffey entlang, vorbei an den charakteristischen Brücken und Kais, die Dublin so unverwechselbar machen.

Von dort weiter durch Temple Bar.
Das Viertel ist touristisch, keine Frage. Aber es hat seinen Charme nicht verloren. Kopfsteinpflaster, enge Gassen, bunte Hausfassaden, Pubs an jeder Ecke. Selbst bei Grau in Grau sieht Temple Bar gut aus.

Weiter zum Dublin Castle. Eines jener Ziele, an dem man als Besucher einfach nicht vorbeikommt – und das auch bei geschlossenen Türen von außen beeindruckt.

Auf dem Rückweg durch das Trinity College. Der Campus mitten in der Stadt ist ein kleines Wunder für sich. Ruhig, grün, fast unwirklich im Vergleich zum Trubel wenige Meter entfernt. Wer Dublin zu Fuß erkundet, sollte hier einfach kurz stehenbleiben und den Moment genießen.


Shoppen bei Schlechtwetter – so geht’s in Dublin

Zwischen all dem haben wir ausgiebig eingekauft.

Die Einkaufsmöglichkeiten rund um die Henry Street und die Grafton Street sind gut. Und dank der überdachten Galerien war der Regen dabei kaum ein Thema. Man bewegt sich von Laden zu Laden, ohne ständig die Jacke zuzumachen.

Für Regentage in Dublin ist das die ideale Strategie.


Abends: Konzert im The Academy Dublin

Den Abend haben wir im The Academy verbracht – einem der größeren Clubs in Dublin.

Auf der Bühne stand an diesem Abend eine brasilianische Band. Was uns zuerst etwas verwundert hat, fügte sich schnell zu einem perfekten Abend zusammen. Gute Musik, eine aufgeheizte Stimmung, ein Publikum, das mitging.

Dublin bei Nacht hat eine eigene Energie. Pub, Konzert, noch ein Pub – der Abend hatte das, was man sich von einer irischen Städtereise erhofft.


Fazit: Dublin zu Fuß erkunden lohnt sich – immer

Generalstreik, Regen, geschlossene Busse.
Klingt nach einem schlechten Urlaub. War es nicht.

Dublin hat uns gelehrt, dass eine Stadt, die man zu Fuß erkundet, oft mehr preisgibt als eine, durch die man mit dem Bus fährt. Die Liffey, Temple Bar, Dublin Castle, das Trinity College – und mittendrin eine Brücke voller Iren, die bei Streik einfach Musik machen.

Irland eben.

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