San Diego sollte der entspannte Abschluss unseres drei Wochen langen Roadtrips werden – ein paar Tage Ausatmen, Sonne tanken, die letzte amerikanische Stadt in Ruhe genießen bevor es zurück nach Deutschland geht. Was wir bekamen, war etwas anderes: lebhafter, verrückter und unvergesslicher als erwartet. Und trotzdem – oder gerade deswegen – war San Diego der perfekte Schluss.
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Warum San Diego als Reiseende?
Die Entscheidung für San Diego als letzten Stopp war bewusst. Die Stadt zählt zu den lebenswertesten Städten der gesamten USA – perfektes Klima, entspannte Atmosphäre, wunderschöne Küste. Für uns gab es noch einen praktischen Grund: Es gibt einen Direktflug nach München – für alle die in der Nähe wohnen ein angenehmer Heimweg ohne Umsteigen.
Den Mietwagen haben wir gleich nach der Ankunft zurückgegeben. Das war die richtige Entscheidung. Die Parkkosten in San Diego sind happig: Valet-Parking kostet im Gaslamp Quarter rund 70 USD pro Nacht, Parkhäuser beginnen bei 20 USD. Wer in der Innenstadt übernachtet, braucht kein Auto.
Unterkunft: Margaritaville Hotel im Gaslamp Quarter
Unser Hotel war das Margaritaville Hotel – mitten im Gaslamp Quarter, dem Ausgehviertel schlechthin in San Diego. Und diese Lage war schlicht perfekt für das was uns erwartete.
Das Hotel selbst ist stylisch mit vielen liebevollen Details, die Lobby hat Charakter, die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet. Kulinarisch ist das Margaritaville ebenfalls top – für einen letzten Abend in Amerika macht man hier nichts falsch. Wer San Diego entspannt und zentral erleben möchte, ist hier genau richtig.
Tag 1 – Seaport Village und Little Italy
Eigentlich hatten wir geplant San Diego per Hop-on-Hop-off-Bus zu erkunden – der bequemste Weg um eine neue Stadt schnell kennenzulernen. Leider fuhren die Busse an diesem Tag nicht. Der Grund: In der Stadt fanden große Demonstrationen gegen die aktuelle Administration statt – die Straßen waren zum Teil blockiert, der reguläre Touristenbetrieb war eingeschränkt.
Also improvisierten wir – und das Ergebnis war gut. Den Morgen begannen wir in Little Italy mit einem italienischen Frühstück: frisch gemahlener Kaffee, Croissants, das Rauschen der Straße. Einer der schönsten Stadtteile San Diegos – bunt, lebendig, mit echtem Charakter abseits der Touristenmeilen. Ein Besuch lohnt sich auch abseits des Frühstücks.
Am Nachmittag spazierten wir zum Seaport Village – dem malerischen Hafenviertel direkt am Wasser mit kleinen Läden, Restaurants und einem schönen Blick auf die Bucht. Ein entspannter Ausklang des ersten Tages.
Tag 2 – Saisoneröffnung der San Diego Padres
Der zweite Tag sollte eigentlich ruhiger werden. Aber San Diego hatte andere Pläne. Es war die Saisoneröffnung der San Diego Padres – des lokalen Baseball-Teams – und das Stadion liegt nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt.
Was folgte war pure amerikanische Lebensfreude: Das gesamte Gaslamp Quarter verwandelte sich in eine riesige Partyzone. Irre Sportwagen rollten durch die Straßen, die Kneipen quollen über, überall Live-Rockmusik. Fans in Trikots, jubelnde Menschen auf den Terrassen, eine Energie die man einfach spüren musste.
Etwas verrückt? Ja. Unvergesslich? Absolut. Das war America at its best – laut, bunt, überschwänglich und einfach unglaublich lebendig. Wer zufällig an einem Spieltag der Padres in San Diego ist, sollte das unbedingt miterleben.
San Diego City Lights Night Trolley Tour
Den krönenden Abschluss bildete die San Diego City Lights Night Trolley Tour – und die hat uns mehr begeistert als erwartet. San Diego bei Nacht entfaltet einen ganz eigenen Charme der sich zu Fuß oder mit dem Uber kaum so erleben lässt.
Die Tour führt durch den Balboa Park – einer der schönsten Stadtparks der USA, der nachts in warmes Licht getaucht ist und eine fast unwirkliche Atmosphäre hat. Weiter geht es durch das abends sehr lebhafte Little Italy – Restaurants mit vollen Terrassen, Menschen auf den Straßen, eine Energie die typisch San Diego ist.
Besonders beeindruckend war die Fahrt durch die Villengegenden von Coronado und die Überquerung der Coronado Bridge – eine imposante Brücke die sich elegant über die Bucht spannt und von oben einen traumhaften Blick auf das nächtliche San Diego freigibt. Und dann, als man es fast nicht mehr erwartet: der Blick auf die funkelnden Lichter von Tijuana auf der mexikanischen Seite der Grenze. Zwei Länder, eine Nacht, ein einzigartiger Moment.
Als Abschluss einer dreiwöchigen Reise war das genau das Richtige – entspannt, informativ und mit dem guten Gefühl einer Stadt die man gerne wiedersehen würde. Wer San Diego besucht, sollte diese Tour nicht auslassen.
Und dann: Heimflug nach München
Früh morgens zum Flughafen, letzter Blick auf die Pazifikküste, und dann der Direktflug zurück nach München. Drei Wochen, zehn Etappen, über 4.000 Kilometer durch den amerikanischen Südwesten – von Las Vegas über die Route 66, den Grand Canyon, Monument Valley, Page, Kanab, Bryce Canyon, Zion, Death Valley, Palm Springs, Joshua Tree, Los Angeles bis nach San Diego.
San Diego war der richtige Schlusspunkt. Ruhig genug zum Erholen, lebendig genug um keine Sekunde zu bereuen.
Und eines steht für uns bereits fest: Wenn es das nächste Mal in die USA geht, darf die Rückreise gerne wieder von San Diego sein. Vier bis fünf Tage würden wir dort einplanen – die Stadt hat noch so viel mehr zu bieten als wir diesmal erkunden konnten. San Diego ist eine Stadt die man nicht einmal abgehakt – sondern eine zu der man gerne zurückkommt.
Unser Fazit zu San Diego
San Diego hält was es verspricht – und liefert manchmal mehr als erwartet. Die Stadt ist entspannt, schön, weltoffen und hat mit dem Gaslamp Quarter ein Ausgehviertel das seinesgleichen sucht. Wer am Ende eines USA-Roadtrips ein paar Tage zum Durchatmen sucht und trotzdem nicht auf Erlebnisse verzichten möchte, macht hier nichts falsch.
Unsere einzige Empfehlung: Kein Mietwagen in der Innenstadt – die Parkkosten sind einfach zu hoch. Zu Fuß oder per Uber kommt man überall hin.
Praktische Tipps für San Diego
- Direktflug München: San Diego ist ideal als Endpunkt einer Südwestamerika-Reise für Reisende aus Bayern und Österreich
- Mietwagen abgeben: Bei Ankunft – Parken in der Innenstadt ist sehr teuer
- Gaslamp Quarter: Das Ausgehviertel – zentral, lebendig, ideal als Unterkunftsstandort
- Little Italy: Für Frühstück und Mittagessen unbedingt besuchen
- Seaport Village: Schöner Spaziergang am Wasser – ideal für den ersten Tag
- Baseball: Spieltermine der San Diego Padres vorher prüfen – Saisoneröffnung ist ein absolutes Erlebnis
- City Lights Night Trolley Tour: Perfekter Abschluss für einen San-Diego-Aufenthalt
- Hop-on-Hop-off: Vorab prüfen ob Busse fahren – bei Großveranstaltungen kann der Betrieb eingeschränkt sein
- Parkkosten: Valet ca. 70 USD/Nacht, Parkhäuser ab 20 USD/Nacht
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