Etappe 5 – Fernando de Noronha: Das Highlight unserer Rundreise

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Dies ist Teil unserer großen Brasilien-Rundreise 2010.

Nach Rio, Paraty, den Iguaçu-Fällen und São Luís bildete Fernando de Noronha den krönenden Abschluss unserer dreiwöchigen Brasilien-Rundreise – und im Rückblick ist es der Ort, an den wir am liebsten zurückkehren würden. Drei Tage haben wir auf der Insel verbracht, an zwei davon jeweils eine Tour gebucht. Untergebracht waren wir in der Pousada da Germana, die es nach unserer Recherche heute noch gibt.

Warum Fernando de Noronha so besonders ist

Das Archipel liegt rund 350 km vor der Küste Pernambucos im Atlantik und besteht aus 21 Inseln vulkanischen Ursprungs, von denen nur die Hauptinsel bewohnt ist. Bereits 1988 wurde das Gebiet zum Meeresnationalpark erklärt, seit 2001 gehört es zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Tourismus ist bewusst limitiert – es gibt keine großen Hotelkomplexe, sondern nur kleine, lokal geführte Pousadas, und die Zahl der täglichen Besucher ist begrenzt. Genau das macht die Insel so besonders: glasklares Wasser, menschenleere Traumstrände und eine beeindruckende Tierwelt, die man so kaum irgendwo sonst in Brasilien findet.

Morro Dois Irmãos – das Wahrzeichen der Insel

Die „Zwei Brüder“ (Morro Dois Irmãos) sind das mit Abstand meistfotografierte Motiv von Fernando de Noronha – zwei markante, aus dem türkisfarbenen Meer aufragende Felstürme. Von mehreren Aussichtspunkten der Insel aus habt ihr großartige Blicke auf diese Felsformation, besonders eindrucksvoll bei Sonnenuntergang.

Capela de São Pedro dos Pescadores

Diese kleine, schlichte Kapelle erinnert an die Schutzpatronin der Fischer und wird nur einmal im Jahr, am 29. Juni zur Festa de São Pedro, für eine Prozession genutzt. Direkt dahinter, im offenen Meer, liegen die Felsen „Pedras Secas“ – der Ort, an dem 1503 ein Schiffbruch stattfand, der als Ausgangspunkt der Entdeckung des Archipels gilt.

Historische Spuren: Das Küstenfort

Fernando de Noronha war im Zweiten Weltkrieg strategisch wichtig für die Verteidigung der brasilianischen Küste. Reste einer Küstenbatterie und Infotafeln erinnern noch heute an diese Zeit und an die ehemalige Siedlung Vila da Quixaba, die früher an dieser Stelle stand.

Geheimtipps für Fernando de Noronha

  • Mirante dos Golfinhos: An diesem Aussichtspunkt könnt ihr morgens mit etwas Glück wilde Delfine beim Schwimmen in der Bucht beobachten – ein Naturschauspiel, das viele Besucher verpassen, weil es früh am Morgen stattfindet.
  • Ponta da Sapata: Eine spektakuläre, weniger besuchte Felsformation mit Blick auf das offene Meer – ideal für alle, die abseits der Hauptstrände noch etwas Ruhe suchen.
  • Forte do Remédios / Forte de Santo Antônio: Die Ruinen dieser historischen Festungsanlagen bieten nicht nur Geschichte, sondern auch schöne Sonnenuntergangsblicke, ohne dass sich dort die Menschenmassen tummeln.

Praktische Tipps für Fernando de Noronha

  • Die Insel ist ausschließlich per Flugzeug erreichbar, meist ab Recife (rund 1 Stunde Flugzeit) oder Natal.
  • Es gibt keine Mietwagen auf der Insel – fortbewegt wird sich mit Elektro-Buggys, Rollern oder Transfers registrierter Fahrer, viele Ziele erreicht ihr aber auch zu Fuß oder auf geführten Wanderungen.
  • Neben der regulären Anreise fällt eine Umweltsteuer sowie eine Eintrittsgebühr für den Nationalpark an – plant das bei eurem Budget mit ein.
  • Bargeld nicht vergessen: Geldautomaten funktionieren auf der Insel nicht immer zuverlässig, Kreditkarten werden aber weitgehend akzeptiert.
  • Die Uhrzeit auf Fernando de Noronha ist eine Stunde weiter als auf dem Festland (z. B. gegenüber Recife) – ein Detail, das schnell für Verwirrung sorgt.

Fazit: Hierhin kommen wir zurück

Von allen Stationen unserer großen Brasilien-Rundreise ist Fernando de Noronha die eine, über die wir uns bis heute am meisten unterhalten – und die einzige, bei der wir uns beim Abflug sofort gefragt haben, wann wir wohl wiederkommen. Drei Tage waren wunderschön, aber ehrlicherweise viel zu kurz für eine Insel, die so viel mehr zu bieten hat, als man in so kurzer Zeit erleben kann.

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Unterkunft & Touren in Fernando de Noronha

Wo wir übernachtet haben und was wir empfehlen, lest ihr in unserem Artikel Wo übernachten.

Was ihr vor Ort erleben könnt, haben wir in unseren Tourenempfehlungen zusammengefasst.

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