Flug richtig buchen: Google Flights, Kayak & Co. im Vergleich

Die Flugkosten entscheiden bei den meisten Fernreisen darüber, wie viel Budget am Ende für Hotel, Ausflüge und Erlebnisse vor Ort übrig bleibt. Mit der richtigen Strategie lässt sich hier oft deutlich sparen, ohne dabei stundenlang verschiedene Airline-Webseiten einzeln durchsuchen zu müssen. Wir zeigen euch unsere bewährte Vorgehensweise: zuerst die Recherche über Google Flights, dann der finale Preisvergleich auf weiteren Portalen – und erst danach die Buchung.

Schritt 1: Die Recherche mit Google Flights

Für den ersten Überblick nutzen wir grundsätzlich Google Flights (auch „Google Flüge“ genannt). Das Tool ist keine klassische Buchungsplattform, sondern eine Metasuchmaschine: Eure Anfrage wird an die Webseiten der Fluggesellschaften und weitere Portale weitergeleitet, die Ergebnisse werden übersichtlich gesammelt und angezeigt. Gebucht wird am Ende nicht bei Google selbst, sondern bei der Airline oder dem jeweiligen Anbieter, zu dem ihr weitergeleitet werdet.

Besonders praktisch für die Reiseplanung sind folgende Funktionen:

Der Preiskalender

Nach Eingabe von Start- und Zielort zeigt Google Flights direkt im Kalender unter jedem Datum den jeweils günstigsten verfügbaren Preis für diesen Tag an. So seht ihr auf einen Blick, an welchen Tagen ein Flug besonders preiswert ist – ideal, wenn ihr zeitlich flexibel seid und euren Trip einfach auf die günstigsten Tage legen wollt. Wichtig zu wissen: Dieser Preis ist noch ungefiltert, es wird also nicht nach Airline oder Uhrzeit unterschieden, sondern schlicht der niedrigste verfügbare Preis angezeigt.

Die Preisgrafik

Zusätzlich zum Kalender gibt es die Preisgrafik, die den Preisverlauf einer gewählten Verbindung über mehrere Wochen als Balkendiagramm darstellt. Damit lässt sich einschätzen, ob der aktuell angezeigte Preis im Vergleich zu den letzten Wochen eher hoch oder niedrig ausfällt. Häufig gibt Google Flights hier sogar eine direkte Einschätzung („günstig“, „typisch“ oder „teuer“) ab.

Flexible Flughafen- und Filterauswahl

Ein weiterer Vorteil: Da Google Flights auf der ITA Matrix basiert, könnt ihr sowohl für den Abflug- als auch für den Zielort mehrere Flughäfen gleichzeitig eintragen – bis zu sieben pro Seite. Wer beispielsweise von mehreren nahegelegenen Flughäfen aus starten könnte, sieht so sofort, welche Kombination am günstigsten ist. Über die Filter lassen sich zudem Airlines, Anzahl der Zwischenstopps, maximale Reisezeit oder bevorzugte Abflugzeiten einschränken. Bei der Ergebnisliste solltet ihr zudem beachten, dass zunächst die „besten Flüge“ angezeigt werden – also eine Mischung aus Preis und Komfort. Den tatsächlich günstigsten Flug findet ihr oft erst weiter unten unter „Andere Flüge“.

Preisbeobachtung und Preisalarm

Steht euer Reisezeitraum schon fest, lohnt es sich, die gewünschte Verbindung zu speichern und einen Preisalarm einzurichten. Ihr werdet dann per E-Mail benachrichtigt, sobald sich der Preis für eure gespeicherte Strecke ändert – praktisch, wenn ihr eine Buchung noch etwas hinauszögern möchtet.

Geheimtipp: Ein Blick auf den Wochentag lohnt sich fast immer. Nach aktuellen Daten sind Flüge, die auf einen Dienstag oder Mittwoch fallen, im Schnitt rund 13–14 % günstiger als Flüge am Wochenende.

Schritt 2: Der finale Preisvergleich

Google Flights liefert uns also den besten ersten Überblick über Preisniveau, günstige Reisetage und mögliche Flughafen-Kombinationen. Bevor wir aber tatsächlich buchen, vergleichen wir die gefundene Verbindung noch einmal gezielt auf weiteren Portalen:

  • Expedia – häufig mit Bundle-Angeboten aus Flug und Hotel, die in der Summe günstiger sein können als eine Einzelbuchung.
  • Kayak – ebenfalls eine Metasuchmaschine, die teilweise andere Tarife und Fare-Klassen anzeigt als Google Flights.
  • Booking.com – ursprünglich auf Unterkünfte spezialisiert, mittlerweile aber auch mit einer eigenen Flugsuche, die gelegentlich überraschend günstige Kombinationen ausspielt.

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Der Grund für diesen zusätzlichen Schritt: Die auf Google Flights angezeigten Preise basieren teils auf zwischengespeicherten Daten, sodass der tatsächliche Preis beim Anbieter im letzten Buchungsschritt abweichen kann. Außerdem enthalten die Kalender- und Übersichtspreise nicht immer Gepäck oder Sitzplatzwahl – das lohnt sich, bei allen Anbietern noch einmal genau zu prüfen, bevor man vergleicht.

Schritt 3: Buchung beim günstigsten Anbieter

Erst wenn wir den Preis für dieselbe Verbindung auf allen Portalen verglichen haben, entscheiden wir uns für den günstigsten Anbieter und schließen dort die Buchung ab. Wichtig dabei: Achtet darauf, dass Gepäck, Sitzplatzwahl und Stornobedingungen bei allen verglichenen Preisen wirklich gleich sind – sonst vergleicht man am Ende Äpfel mit Birnen.

Mit dieser dreistufigen Methode – erst Google Flights für den Überblick, dann Preisvergleich, dann Buchung – lässt sich bei den meisten Strecken ein spürbar besserer Preis erzielen, ohne dabei stundenlang recherchieren zu müssen.

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