USA Roadtrip Etappe 4 – Page, Antelope Canyon, Horseshoe Bend und Kanab

Ein Tag der alles hat: einen der bekanntesten Slot Canyons der Welt, einen der ikonischsten Aussichtspunkte Amerikas, den besten Burger der gesamten Reise – und am Abend eine Unterkunft, die uns noch lange beschäftigen sollte. Etappe 4 war einer der vollsten und eindrucksvollsten Tage unseres USA Roadtrips.

Walmart in Page – Vorräte auffüllen

Den Tag begannen wir mit einem Abstecher in den Walmart in Page – einem der größten Supermärkte der Region. Wer durch den amerikanischen Südwesten reist, weiß wie wertvoll solche Stopps sind. Wasser, Snacks, Vorräte für die Kühltasche – alles zu normalen Preisen, bevor es wieder in die abgelegeneren Gebiete geht. Wer in Page ist, sollte diese Gelegenheit unbedingt nutzen.

Biidi the Arch – ein kostenloser Geheimtipp

Direkt im Anschluss haben wir einen weniger bekannten, aber absolut lohnenswerten Stopp eingelegt: den Biidi the Arch (1501 Coppermine Rd). Diese beeindruckende Felsformation liegt direkt hinter der Shell-Tankstelle, der Eintritt ist kostenlos und man parkt direkt davor. Vom Parkplatz sind es nur etwa 100 Meter durch den Sand, leicht bergauf – kaum Aufwand für ein beeindruckendes Fotomotiv.

Ein Hinweis: Der Ort ist bei Touristen durchaus bekannt. Wer Fotos ohne andere Menschen im Bild möchte, sollte früh morgens kommen – wir hatten es etwas schwieriger alleine zu fotografieren.

Lower Antelope Canyon – Licht, Farben und enge Spalten

Der Höhepunkt des Tages war der Besuch des Lower Antelope Canyon – einer der bekanntesten und meistfotografierten Naturwunder der Welt. Wir hatten eine Tour bei Ken’s Tours (Indian Rte 222) gebucht – und das ist auch die einzige Möglichkeit, den Canyon zu besuchen, denn der Zugang ist ausschließlich mit einer geführten Tour möglich.

Wichtig zu wissen: Touren sind oft monatelang im Voraus ausgebucht. Wer den Antelope Canyon besuchen möchte, sollte so früh wie möglich buchen – wir empfehlen mindestens drei bis vier Monate vor der Reise. Am Eingang checkt man ein und wird einer Gruppe zugewiesen. Auch wenn wir ganz am Anfang der Saison und noch vor den amerikanischen Frühlingsferien dort waren – es war bereits sehr voll.

Der Lower Antelope Canyon liegt auf dem Gebiet der Navajo Nation und wurde über Jahrmillionen durch Wasser und Wind in den roten Navajo-Sandstein geschliffen. Starke Regenfälle treiben Wasser durch die engen Spalten, glätten die Wände und formen die typischen wellenartigen Muster die den Canyon so unverwechselbar machen.

Der Abstieg beginnt unscheinbar. Eine Treppe führt etwa elf Meter in die Tiefe – und mit jedem Schritt nach unten verändert sich das Licht. Die Farben wechseln von sandigem Beige zu tiefem Orange, von Rostrot zu fast violettem Schattenlila. Der Canyon ist rund 400 Meter lang, stellenweise kaum breiter als eine ausgestreckte Armlänge.

Ein Besuch zwischen März und Oktober empfiehlt sich – dann steht die Sonne hoch genug, um die berühmten Lichtstrahlen durch die schmalen Spalten zu werfen. Der Gang durch den Canyon dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Der Abstieg über die Treppen ist leicht, braucht aber etwas Zeit – der Andrang ist erheblich. Im Canyon selbst folgt man der Gruppe, die Guides zeigen die besten Fotospots. Filmen ist übrigens untersagt.

Ist es schön? Ohne Zweifel – die Farben und Formen sind einzigartig auf der Welt. Und doch: Als wir wieder oben im Sonnenlicht standen, war die Erleichterung spürbar. Die Enge, die vielen Menschen, der Lärm – das alles macht den Besuch zu einem intensiven Erlebnis, das man gemacht haben sollte. Einmal.

Mittagessen: The Barnyard – schon wieder, und gerne wieder

Nach dem Besuch des Antelope Canyons war der Hunger groß – und die Entscheidung fiel leicht. Zurück ins The Barnyard (643 Haul Rd, Page, AZ 86040), wo wir bereits am Vorabend den besten Burger unserer Leben gegessen hatten. Der „The Big Tex“ war auch beim zweiten Mal sensationell. Wer in Page ist, geht ins The Barnyard. Punkt. Einen ausführlichen Restaurantbericht findet ihr hier.

Horseshoe Bend – Größe die Fotos nicht zeigen können

Gegen 14 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Horseshoe Bend – jenem ikonischen Aussichtspunkt wo der Colorado River eine fast vollständige Schleife in den roten Sandstein gegraben hat. Der Parkplatz kostet 10 USD, der Weg zum Aussichtspunkt ist gut ausgebaut und dauert etwa 20 Minuten – leicht bergab in der prallen Sonne, mit vereinzelten Schattenspendern entlang des Weges.

Und dann steht man am Rand. Ähnlich wie beim Grand Canyon ist es die schiere Größe die einen sprachlos macht – etwas das Fotos schlicht nicht transportieren können. Der Colorado River liegt hunderte Meter tief unter einem, eingebettet in die orange-roten Wände des Canyons, die Schleife perfekt wie gemalt.

Lange bleibt man allerdings nicht – außer dem einen großen Aussichtspunkt gibt es nichts weiter zu entdecken. Den Sonnenuntergang hier zu erleben wäre sicherlich spektakulär gewesen, aber Kanab und unsere Unterkunft warteten. Also zurück zum Jeep und weiter.

Weiterfahrt nach Kanab – und die spannendste Unterkunft der Reise

Von Horseshoe Bend nach Kanab sind es etwa eine Stunde Fahrt – eine landschaftlich schöne Strecke durch das südliche Utah. Kurz vor Kanab erwartete uns die wohl ungewöhnlichste Unterkunft der gesamten Reise: ein Glamping-Zelt.

Wir kamen genau bei Sonnenuntergang an – und was uns dort erwartete, erzählen wir im nächsten Artikel.

Praktische Tipps für diesen Tag

  • Walmart Page: Perfekter Stopp zum Vorräte auffüllen – normale Supermarktpreise
  • Biidi the Arch: Kostenlos, direkt an der Shell-Tankstelle – früh morgens für Fotos ohne Menschenmassen
  • Antelope Canyon: Nur mit geführter Tour – so früh wie möglich buchen, gerne 3–4 Monate im Voraus
  • Ken’s Tours: Zuverlässiger Anbieter direkt vor Ort in Page
  • Beste Reisezeit Antelope Canyon: März bis Oktober für Lichtstrahlen
  • Filmen im Antelope Canyon: Verboten
  • Horseshoe Bend: Parkgebühr 10 USD – Weg gut ausgebaut, ca. 20 Minuten
  • Mittagessen: The Barnyard in Page – unbedingt den „The Big Tex“ bestellen
  • Fahrtzeit Page → Kanab: Ca. 1,5 Stunden

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